24.06.2021, Köln

Wusstest Du eigentlich, dass unsere Leitung der Cross-Plattformplanung bei SUPER RTL im Shared Leadership besetzt ist? Seit über einem halben Jahr teilen sich Axel Gundolf und Robert Wolff mittlerweile die Führungsverantwortung in unserer Cross-Plattformplanung. Auch für uns als Unternehmen war das ein großer und wichtiger Schritt, denn die beiden bilden das erste gemeinsame Führungsduo bei SUPER RTL. Zu den Hintergründen, wie es zu der Idee und der Entscheidung der Geschäftsleitung kam, die Leitungsstelle in geteilter Führungsverantwortung zu besetzen, berichten Boris Bolz, Chief Platforms & Marketing Officer und Silke Galante, Chief Human Resources Officer. Im Anschluss daran geben uns Axel Gundolf und Robert Wolff spannende Einblicke, welche Erfahrungen sie bereits gemacht haben und welche die für sie wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Shared Leadership sind.

Boris und Silke, wie kam es zu der Idee und letztendlich auch der Entscheidung, die Leitung der Cross-Plattform-Planung im Shared Leadership zu besetzen?

Boris Bolz

Boris Bolz:

Um uns konsequent zu einem ganzheitlichen Anbieter für Kinderunterhaltung zu entwickeln, haben wir im Wesentlichen die Organisation am Content-Kern-Prozess ausgerichtet und deshalb Content-Beschaffung von der Distribution und Planung getrennt.

Damit wir unsere Formate auch über alle Plattformen verplanen können und somit lineare und on-demand Angebote gleichberechtigt ausgespielt werden, haben wir als zentrale Instanz die Cross-Plattform-Planung etabliert. Das bedeutet, dass digitale on-demand Expertise und klassische lineare Planungskompetenzen in dieser Abteilung vereint werden. Da es schwierig ist beide Kompetenzen in einer Person zu finden, haben wir sowohl einen Experten für die digitale Planung als auch einen TV Planungs-Experten für die Besetzung der Stelle ausgewählt.

Silke Galante

Silke Galante:

Die Idee entstand aus einem intensiven Gedankenaustausch innerhalb unserer Geschäftsleitung. Wir wussten, wie herausfordernd es sein würde, die Leitung eines für unsere Organisation und unseren Content-Kernprozess solch zentralen Teams zu besetzen und wie viele Anforderungen wir an diese Führungskraft stellen. Über diesen Prozess, in dem wir unsere Perspektiven, unsere Anforderungen und mögliche Besetzungsszenarien diskutiert haben, wurde uns immer stärker bewusst, wie sinnvoll es, ist die Führungsverantwortung aufzuteilen.

Worin besteht für euch der klare Mehrwert in der geteilten Führungsverantwortung?

Boris Bolz:

Der Mehrwert des Shared Leadership liegt für mich…

… in der Steigerung der Planungskompetenz für lineare und on-demand Planung für das ganze Unternehmen.

… im Verteilen des großen Workloads auf zwei Schultern. Es sorgt somit für eine bessere Work-Life Balance.

… in der Möglichkeit einen Sparringspartner mit gleichen Problemstellungen für diese neue, herausfordernde Aufgabe zu haben.

… und in der Absicherung des Know-hows an strategisch, hochrelevanter Stelle durch die Doppelbelegung für den Fall, dass ein Kollege irgendwann das Unternehmen verlassen sollte.

Silke Galante:

Ergänzend zu Boris Punkten besteht für mich der Mehrwert geteilter Führungsverantwortung auch darin, dass unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und darüber ein wertvoller Diskurs entstehen kann. Durch den Sparringspartner werden Gedanken geteilt und Entscheidungen abgewogen, man profitiert und lernt voneinander. Es kommen unterschiedliche Erfahrungen, Qualifikationen und Kompetenzen zusammen und häufig wird dadurch die eigene Führungskraft weniger als Sparringspartner benötigt.

Axel und Robert, seit über einem halben Jahr arbeitet ihr jetzt gemeinsam in der geteilten Führungsverantwortung. Was waren eure ersten Gedanken, als ihr erfahren habt, dass die Leitung der Cross-Plattformplanung im Shared Leadership Modell besetzt werden soll?

Axel Gundolf:

Ich fand die Idee spontan großartig. Ich weiß noch, dass ich das sofort zugesagt habe. Ich hatte mit solchen Modellen zwar null Erfahrung und kannte Robert vorher nur aus einem einzigen Gespräch, aber das Bauchgefühl stimmte einfach.

Robert Wolff:

Das ging mir ähnlich. Ich bin schnell zu begeistern, wenn es um neue Wege und Methoden geht, die unsere Arbeit besser machen können. Abgesehen davon hat mich die Stelle natürlich auch inhaltlich sehr interessiert.

Welche ersten Schritte habt ihr unternommen?

Robert Wolff:

Als erstes haben wir uns einfach mal getroffen. Wir waren uns bisher nur per Teams begegnet und uns war klar, dass für so ein Vorhaben eine gute persönliche Basis wichtig ist. Weil Axel in München wohnt, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin für einen Tag ab in den Süden.

Axel Gundolf:

Das war super. Wir sind um den Schliersee gewandert und hatten so die Chance, ohne Agenda frei über alles zu sprechen, was uns durch den Kopf ging. Und am Ende hatten wir ganz automatisch ein erstes gemeinsames Verständnis für unsere Zusammenarbeit definiert – und sogar schon konkrete Prozesse und Strukturen im Kopf.

Welchen Mehrwert bietet euch das Modell und was sind für euch die wichtigsten Erfolgsfaktoren?

Robert Wolff:

Es ist einfach schön, wenn man für jede Idee und auch jede Herausforderung sofort einen Sparringspartner hat. Das entlastet schon sehr, weil wir als Cross-Plattformplaner täglich komplexen Themen begegnen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei sicher das individuelle Matching. Auf der einen Seite stimmen wir in unseren Haltungen und Denkweisen gut überein, ergänzen uns auf der anderen Seite aber auch sehr gut in unseren Fähigkeiten und Interessen. Da hat SUPER RTL im Recruiting ein sehr gutes Händchen bewiesen.

Axel Gundolf:

Genau, und daraus entsteht dann auch die wichtigste Währung in unserer Zusammenarbeit, nämlich Vertrauen. Wenn Robert eine Information bekommt, die ich in dem Moment nicht habe oder eine Entscheidung ohne mich trifft, dann ist das für mich überhaupt kein Problem. Ich weiß ja, dass das bei ihm alles in guten Händen ist. Besprechen können wir im Zweifel alles auch noch später.

Wie habt ihr eure Verantwortung aufgeteilt? Wie informiert ihr euch gegenseitig?

Axel Gundolf:

Für uns war von Anfang an klar, dass wir die Verantwortung nicht an irgendwelchen definierten Grenzen aufteilen wollen, also zum Beispiel nach linearen und non-linearen Plattformen. Damit hätten wir riskiert, im System Barrieren aufzubauen. Wir sind beide für alles verantwortlich, was in unserer Abteilung passiert. Damit das für unsere Teams und Schnittstellen nicht unnötig kompliziert wird, haben wir den Grundsatz, dass man auf allen Kanälen einfach uns beide gleichzeitig ansprechen soll. Die Aufteilung und Bearbeitung koordinieren wir dann zwischen uns beiden intern, so dass es da nach außen keine Reibungsverluste gibt.

Robert Wolff:

In der Umsetzung hilft es uns da enorm, dass wir alle schon länger und so intensiv mit Tools wie MS Teams oder Jira arbeiten. Wir beide arbeiten hauptsächlich über zwei Boards, mit denen wir zwischen uns alles koordinieren. Für unsere Mitarbeiter*innen haben wir eine einfache Kanalstruktur in Teams, die auch intensiv genutzt wird. Trotzdem tauschen wir beide uns natürlich täglich persönlich aus, mindestens in einem täglichen Morgen-Meeting, mit dem wir jeden Arbeitstag beginnen.

Seht ihr die geteilte Führungsverantwortung auch als einen wichtigen Punkt für mehr Flexibilität oder eine bessere Work-Life-Balance?

Robert Wolff:

Definitiv. Wir sind ja ein sehr kommunikatives Unternehmen, darum gibt es auch so viele Meetings. Die teilen Axel und ich uns konsequent auf. Dadurch bleibt dann mehr Zeit, sich auch mal intensiver mit strategischen Fragen zu beschäftigen, neue Gedanken zu entwickeln oder auch für spontane Gespräche mit unseren Kolleg*innen. Das ist sehr viel wert.

Axel Gundolf:

Ganz klar, ohne die Zusammenarbeit mit Robert könnte ich den Job nicht in der Form machen, einfach weil ich Teilzeit arbeite. Aber der Mehrwert ist sehr viel größer als nur der zeitliche Aspekt. Es ist eine ganz andere Form des Arbeitens. Übrigens entlastet dies letztlich auch unsere Führungskraft, weil wir beide mehr auf unserer Ebene klären und erledigen können.

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